KLAR! Regionen

In der ersten Phase des KLAR!-Programms werden 23 österreichische Regionen mit Finanzmitteln für die Ausarbeitung der Anpassungskonzepte und mit Rat und Tat durch die Service-Plattform unterstützt. Lernen Sie die 23 Regionen durch einen Klick auf die jeweilige KLAR!-Region kennen!

Herbstlicher Wald in Pirching in der KLAR-Region Stiefingtal

"Die Region ist besonders stark von der sommerlichen Überhitzung betroffen, wobei sich davon insbesondere für die Wirtschaft auch Chancen ableiten. Diese sollen im Rahmen des Projektes ausgenutzt werden."
Ing. DI (FH) Isabella Kolb-Stögerer, KLAR!-Ansprechperson

Chance Klimawandel – DIE Modellregion Stiefingtal gegen sommerliche Überhitzung

Die Modellregion ist sehr erfahren mit Regionalprojekten und bringt dieses Know-how in der Bearbeitung des Projektes ein (angepasste Managementstruktur, Öffentlichkeitsarbeit, Bottom-up-Ansatz etc.). Das zugrundeliegende Projekt wurde in der Steuerungsgruppe zusammen mit der sehr klimawandel-erfahrenen Projektleiterin erarbeitet. In diesem Zusammenhang erfolgte eine Analyse der zu erwartenden Klimafolgen im Stiefingtal. Dabei wurde festgestellt, dass eine Zunahme der Kühlgradtage in der Modellregion um 106,8 Kühlgradtage (KGT) prognostiziert wird. Diese Zunahme liegt im Vergleich weit über dem steirischen Schnitt von 58,4 KGT. Die größte Herausforderung für die Modellregion Stiefingtal besteht daher durch den signifikant steigenden Kühlbedarf bzw. der sommerlichen Überhitzung und den damit direkt sowie indirekt verbundenen Folgen. Vorrangig sollten in der Region passive Anpassungs-Maßnahmen forciert werden.

Der Klimawandel soll somit als Chance gesehen werden und insbesondere durch die Schwerpunktsetzung auf „sommerliche Überhitzung“ ein Know-how-Vorsprung erarbeitet werden, welcher in der Wirtschaft durch neue Produkte und Dienstleistungen gut verwertet werden soll.

Beteiligte Gemeinden
Allerheiligen bei Wildon, Empersdorf, Heiligenkreuz am Waasen, Pirching am Traubenberg, Ragnitz, Sankt Georgen an der Stiefing

119,32 km²

10.994 Einwohnerinnen und Einwohner

Webseite der Modellregion

Ansprechperson
DI (FH) Isabella Kolb-Stögerer

Heutige Betroffenheit durch den Klimawandel

Sommerliche Überhitzung bzw. signifikant erhöhte Kühlgradtage stellen die größte klimatische Veränderung dar, wodurch sich weitreichende Herausforderungen ableiten lassen: Personen der Region, welche gegenüber sommerliche Überhitzung empfindlich sind (z. B. Kleinkinder oder ältere Menschen), werden vom Klimawandel im Stiefingtal stark betroffen sein. Der Energiebedarf für aktive Kühlanlagen wird signifikant steigen. Die Auswirkungen auf Tiere und Vegetation werden große Veränderungen mit sich bringen. Somit bedarf es an Anpassungs-Maßnahmen, welche der sommerlichen Überhitzung entgegenwirken.

Vision im Hinblick auf Klimawandelanpassung

  • Die Land- und Forstwirtschaft soll die Chancen durch den Klimawandel verwerten (Wettbewerbsfähigkeit von Land- und Forstwirtschaft steigern / stärken).
  • Die Lebensqualität soll trotz Klimawandel erhöht und ein nachhaltiger Lebensraums geschaffen werden.
  • Es soll eine Stärkung der regionalen Wirtschaft und Nahversorgung erfolgen.
  • Es soll eine Vorbildwirkung von Klimawandel-Anpassungsmaßnahmen in den Gemeinden ermöglicht werden.
  • Es soll eine Diversifizierung der wirtschaftlichen Tätigkeiten forciert werden (neue Produkte und Dienstleistungen im Klimawandel-Kontext).

Konkrete Ziele der Region und erwartete Ergebnisse

Auf Basis dieser Ausgangssituation sollen 4 Schwerpunkte im Rahmen des Projektes umgesetzt werden, damit ein multiplizierbarer Modellregionscharakter entsteht:

  • Kommunale Maßnahmen forcieren,
  • Bottom-up-Ansatz verfolgen,
  • Regionale Wertschöpfung stärken,
  • Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung durchführen.

Das zugrundeliegende KLAR-Projekte eignet sich daher als Modellregion für sommerliche Überhitzung besonders.

Regenbogen über der KLAR-Region Stiefingtal
Blühender Obstbaum in der Region Stiefingtal.
KLAR-Managerin Isabella Kolb-Stögerer.