KLAR! Regionen

In der ersten Phase des KLAR!-Programms werden 23 österreichische Regionen mit Finanzmitteln für die Ausarbeitung der Anpassungskonzepte und mit Rat und Tat durch die Service-Plattform unterstützt. Lernen Sie die 23 Regionen durch einen Klick auf die jeweilige KLAR!-Region kennen!

Landschaft in der KLAR!-Region Pöllauer-Tal.

"Den Kopf in den Sand stecken hilft niemandem."
Ing. Philipp Ebner, Ansprechperson für KLAR!-Region

KLAR! Naturpark Pöllauer Tal

Die oststeirische Region Naturpark Pöllauer Tal ist dreiseitig von 1000 bis 1280 m hohen Bergen umschlossen, die sich nur nach Südosten mit dem Fluss Pöllauer Saifen zur Ebene der Südoststeiermark  öffnet. Der Talboden weist eine Seehöhe von etwa 400 m auf. Die Region ist ident mit dem Naturpark bzw. dem Landschaftsschutzgebiet Pöllauer Tal.

Die Region hat aufgrund der geografischen Gegebenheiten eine lange Tradition der Zusammenarbeit und ist seit 2012 Klima- und Energiemodellregion. Aufgrund der Schwerpunkte Tourismus, Biodiversität und Landwirtschaft besteht ein starker Einfluss des Klimawandels auf die Region, insbesondere durch Hitze, Trockenperioden und Starkniederschläge und daher ein großes Interesse, Maßnahmen zur Klimawandelanpassung zu setzen.

Beteiligte Gemeinden
Pöllau und Pöllauberg

123 km²

8.165 Einwohnerinnen und Einwohner

Webseite der Modellregion

Ansprechperson
Ing. Philipp Ebner

Heutige Betroffenheit durch den Klimawandel

Das Hauptproblem der Region ist die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser. Aufgrund abnehmender Schneehöhen und häufigerer Trockenperioden kommt es zu einer Verringerung des Quellwassers bei gleichzeitig ansteigendem Wasserverbrauch. Dadurch entstehen auch Probleme bei der Bewässerung in der Landwirtschaft. Weitere Probleme sind der Erhalt der biologischen Vielfalt, der zunehmende Hitzestress im Talboden und die Schäden durch Gewitter.

Vision im Hinblick auf Klimawandelanpassung

Die vorausschauende Anpassung an den Klimawandel ist positiv für die Bevölkerung, den Tourismus, die Forst- und Landwirtschaft und damit insgesamt positiv für die Lebensqualität und die Wertschöpfung in der Region. Für alle Bereiche stehen die Sicherheit  der Wasserversorgung und der Erhalt der Biodiversität im Vordergrund. Die Maßnahmen zur Klimawandelanpassung führen u.a. auch dazu, dass die Biodiversität des Naturparks für die Steiermark erhalten bleibt.

Konkrete Ziele der Region und erwartete Ergebnisse

Erfolge sollen bei der Sicherung der Wasserversorgung erreicht werden. Anstelle von Trinkwasser soll für viele Anwendungen Brauchwasser verwendet werden. Das Brauchwasser soll aus zahlreichen dezentralen, kleinen Regenwassersammelanlagen stammen.

Die Verringerung des Hochwasserrisikos soll die Zufahrt zur Region, den Schutz der Infrastruktur und eine Reduktion der Bodenerosion gewährleisten.

Die Maßnahmen zur Anpassung der Land- und  Forstwirtschaft an die zu erwartenden Folgen des Klimawandels sollen zu einer vermehrten Pflanzung von trocken- und hitzeresistenten Kulturpflanzen und Mischwäldern führen.

Die besondere Landschaftsvielfalt des Naturparks soll für den Menschen, die Tiere und Pflanzen erhalten bzw. verbessert werden.

Die Schaffung der Modellregion soll zu einer erhöhten Bewusstseinsbildung für die Notwendigkeit der Klimawandelanpassung und zu einem Erreichen der Vision führen. Die Identifizierung der Bevölkerung mit der Modellregion soll  die Bereitschaft zur Eigenvorsorge gegenüber den Risiken des Klimawandels erhöhen. 

Pöllauer-Tal mit Konvektionsbewölkung.
Rückhaltebecken im Pöllauer Tal.
KLAR!-Manager Phillip Ebner.