Landschaft mit Weingärten im Pulkautal.

"Landwirtschaft, Weinbau und Wein, Kellergassen und Kellerkultur sind nicht nur der Lebensraum der Bevölkerung, sondern auch die Säulen des Tourismus im Pulkautal"
Doris Mutz, KLAR!-Ansprechperson

KLAR! Pulkautal

Das Pulkautal umfasst die 6 Gemeinden Alberndorf, Hadres, Haugsdorf, Mailberg, Pernersdorf und Seefeld-Kadolz im politischen Bezirk Hollabrunn. Die Landschaft mit ihren sanften Hügeln und kleinen Ortschaften ist geprägt vom Acker- und Weinbau. Das kontinentale Klima mit pannonischen Einflüssen, geringen Niederschlägen und ein hoher Kalkgehalt in den Böden sind ideale klimatische Bedingungen für reife, aromatische Trauben.

Wirtschaftlich wird die Region stärker durch Landwirtschaft und Weinbau, inzwischen auch sanften Tourismus getragen, als durch Gewerbe, Handel oder Industrie. Daraus resultiert ein hoher Pendleranteil der Erwerbstätigen, der v.a. nach Wien und Hollabrunn gerichtet ist.

Die regionale Abhängigkeit von der Natur (Rad- und Wandertou-rismus) und deren Produkten (Weinbau und Landwirtschaft) und die damit verbundene Abhängigkeit vom Klima ist Anlass zur Teilnahme am KLAR!-Programm!

Beteiligte Gemeinden
Alberndorf, Haugsdorf, Hadres, Mailberg, Pernersdorf und Seefeld-Gr.Kadolz

128,98 km²

6.476 Menschen mit Hauptwohnsitz und insgesamt mit den Ne-benwohnsitzen, leben rund 8.500 Personen in der Region Einwohnerinnen und Einwohner

Webseite der Modellregion

Ansprechperson
Doris Mutz

regionales Anpassungskonzept

Heutige Betroffenheit durch den Klimawandel

Für die Region sind Weinbau und Landwirtschaft und der Einfluss des Klimawandels darauf von essentieller Bedeutung und auch für deren weitere Entwicklung. Wie wirken sich der Klimawandel auf die Vegetation des Pulkautales aus, mit welchen Veränderungen im Produktsortiment kann man Vorsorge treffen – im speziellen in der Land- und Weinwirtschaft und auch bei Baum- und Pflanzenarten – sind zentrale Fragen, die im Rahmen von KLAR! beantwortet werden sollen. Wiederkehrende Starkregenereignisse und regionale Überschwemmungen setzen der Bevölkerung zunehmend wirtschaftlich und emotional zu. Auch darauf gilt es, Antworten zu finden und Konzepte für die Zukunft zu erarbeiten. Im Zuge einer Haushaltsbefragung 2012 wurde auch der Gebäudebestand erhoben, dabei wurde festgestellt, dass der „Altbestand“ auf Klimawandel anzupassen ist.

Konkrete Ziele der Region und erwartete Ergebnisse

In einem ersten Schritt soll eine gemeinsame kleinregionale Strategie für Klimapolitik innerhalb der 6 Pulkautaler Gemeinden entwickelt werden.

Ein zentrales Thema ist und wird auch künftig der Wein- und Ackerbau im Pulkautal sein. Insbesondere wird sich die Entwicklung dieses Themas, in Abhängigkeit von klimatischen Entwicklungen und deren Einflüsse, auf die gesamte Region entscheidend auswirken. Daher soll das der Schwerpunkt der Klimawandel-Anpassungsmodellregion Pulkautal sein. Dabei sollen Lösungen für die zu erwartenden klimatischen Änderungen und deren Auswirkungen (Starkregen mit Überflutungen, Trockenperioden, Hagel, u. v. m.) entwickelt werden.

Weitblickend betrachtet müssen Antworten auf diese Fragen, als Basis für eine positive Zukunftsentwicklung des Pulkautales im Zusammenhang mit dem Klimawandel, gefunden werden.

Vision im Hinblick auf Klimawandelanpassung

  • Erhalt der Wein-und Landwirtschaft als die Basis für die Absicherung des Pulkautales
  • Lebensraum für Familien und damit der Fortbestand eines sozialen Gefüges mit allen seinen Erfordernissen und Möglichkeiten (Schulen, Infrastruktur, …)
  • Attraktivität für den Zuzug Bewohner anderer Regionen (z.B. Speckgürtel um Wien)
  • Erkennen des Pulkautales als Nah- und Erholungsraum für Urlaube
  • Wasser im privaten, landwirtschaftlichen und öffentlichen Umfeld
  • Wasser ist Leben, behandeln wir es auch so

Maßnahmen in Umsetzung

  • Wanderung durch Weingärten und Kellergassen mit geschulten Kellergassen-FührerInnen
  • Weindegustation 2050 – wie und was schmeckt uns dann
  • Anpassung der Methoden zur Bewirtschaftung der Weingärten
  • „Schauweingarten“ – Der Wein im Pulkautal 2050
  • Mehrfachnutzung von Hochwasserschutzbauten
  • Jedem seine Regenwasserzisterne
  • KLAR! geht in die Schule – Lernen für den Klimawandel
  • „Schattenspender“ – Die Schattenseite wird in Zukunft sehr gesucht
  • Heizen und Kühlen – so bauen und sanieren wir künftig richtig!
  • Warum in der Siedlung bauen, im Zentrum stehen Häuser leer
Getreidefeld vor einer Dorfkulisse im Pulkautal.
Die Kellergasse in Jetzelsdorf im Pulkautal.
KLAR-Managerin Doris Mutz