Hügelige Sommerlandschaft im Joglland.

Bepflanzungsaktion im Natura 2000-Wald

Land- und Forstwirtschaft, Gesundheit, Naturschutz, Schutz vor NaturgefahrenSubalpiner Raum

Der rasch voranschreitende Klimawandel trifft die Forstwirtschaft schwer, weil die typische Umtriebsphase länger dauert, als sich das Klima im Natura 2000-Wald des Jogllandes ändert. Somit braucht es neben weiteren Anpassungsmaßnahmen klimafitte Forstpflanzen, damit eine Kulturumwandlung auf klimafitte Bäume (zur Erhaltung der Biodiversität im Wald) erfolgt. Dies ist auch ein Betrag zur Vermeidung des Borkenkäfers. In diesem Sinne erfolgte gemeinsam mit den örtlichen Bauernbünden, dem Waldverband und dem Forstreferat der Bezirkskammer Hartberg-Fürstenfeld die Organisation und Durchführung einer Einkaufsaktion und Bepflanzungsaktion für klimafitte Baumpflanzen. Ein Großteil dieser Inhalte kann auch mit Förderungen finanziell unterstützt werden. Daher wurden auch Förderberatungen in Kooperation mit der Land- und Forst-wirtschaftskammer sowie der Bezirkshauptmannschaft Hartberg-Fürstenfeld durchgeführt.

Highlights

Durch eine Einkaufsaktion über eine klimafitte Baumpflanzung wurde der erste Schritt in Richtung einer Kulturumwandlung gesetzt, damit der Forstbestand der Region resilienter gegenüber den voranschreitenden Klimawandel wird. Es hat sich hierbei herausgestellt, dass der Klimawandel den Forstwirten ein Begriff ist. Nicht bewusst war jedoch, dass dieser so schnell voranschreitet. Durch die gemeinsame Bepflanzungsaktion ist das Bewusstsein der Forstwirte hierfür stark gesteigert worden.

Empfehlungen für andere Regionen

Bei Forstwirtschaftsthemen ist es besonders wichtig, dass man die relevanten Stakeholder der Region alle einbindet, damit man eine kritische Anzahl an Landwirten in Zeiten der Informationsflut auch ansprechen kann. Im Joglland waren dies zum einen die lokalen Bauernvertreter und zum anderen die Interessensvertretung sowie Bezirkshauptmannschaft.

"Forstwirte denken in mehreren Generationen zumal deren Betriebe in der Region Großteiles als Familie betrieben werden. Im Zuge dieser Maßnahme hat sich gezeigt, dass diese Berufsgruppe daher besonders empfänglich für Klimawandelanpassungsmaßnahmen ist, damit die Leistungsfähigkeit der Einkommensquelle Wald auch für die nächste Generation verfügbar bleibt."

 

Helmut Wagner, KLAR!-Ansprechperson