Blühender Obstbaum in der Region Stiefingtal.

Feldbegehung eines Versuchsfeldes zum Thema Bodenerosion in Kooperation mit der Landwirtschaftskammer Steiermark

NaturschutzAckerflächen

Trockenheit und Bodenerosion verursachen im Stiefingtal bereits seit vielen Jahren sehr große Schäden in der Landwirtschaft. Die regionale Landwirtschaft ist daher vom Klimawandel stark betroffen. Trockenheit und Bodenerosion nehmen in den nächsten Jahren durch die Wetterextreme sogar noch weiter stark zu. Damit es nicht zu noch größeren Schäden in der Landwirtschaft des Stiefingtals kommt, braucht es Maßnahmen für einen Erosionsschutz. Diese vermeiden Bodenabtrag durch Wasser, Eis, Wind und Schwerkraft. Es gibt sehr viele geeignete Maßnahmen wie der Erosionsschutz in der Praxis erfolgen kann. Aus diesem Grund wurde in Kooperation mit der Landwirtschaftskammer ein Versuchsfeld gemeinsam mit den regionalen Landwirten besichtigt und Tipps für den Erosionsschutz vermittelt. Besonderer Schwerpunkt wurde hierbei auf die Mulchsaat gelegt sowie welche Begründungsmischungen für das Stiefingtal ideal sind.

Highlights

Die Bewerbung und fachliche Begleitung der Maßnahme erfolgten in Kooperation mit Landwirtschaftskammer Steiermark. Dadurch konnten über 20 Landwirte der Region für die Teilnahme an der Veranstaltung motiviert werden. Durch die Veranstaltung erfolgte ein fachlicher Austausch mit den Experten sowie eine Vernetzung unter den teilnehmenden Landwirten. Da diese Initiative ein großer Erfolg war, soll diese auch weitergeführt werden.

Empfehlungen für andere Regionen

Anpassungsmaßnahmen im Bereich der Landwirtschaft sollten stets mit der bäuerlichen Interessensvertretung durchgeführt werden, da man ohne diese Zugänge sonst nur schwer Landwirte erreicht. Weiters sollte man eine umfassende Vorlaufzeit einplanen und für die Bewerbung der Veranstaltung das persönliche Gespräch mit den Landwirten suchen, da in Zeiten der Informationsüberflutung sonst die Bedeutung solcher Veranstaltung von der Zielgruppe nicht wahr genommen wird.

KLAR-Managerin Isabella Kolb-Stögerer.

Die Landwirte sind für dieses Thema sehr aufnahmefähig, da sie sich für die nächste Generation verantwortlich fühlen. Nachhaltige Landwirtschaft denke somit über Generationen hinweg. Ein erodierter Ackerboden braucht viele Jahrzehnte, bis er wieder den Ursprungszustand erreicht. Die regionalen Landwirte leisten daher einen wesentlichen Beitrag zur Klimawandelanpassung.

 

DI (FH) Isabella Kolb-Stögerer, KLAR!-Ansprechperson