Liste der KLAR! Regionen

kleine Häuser mit Bäumen und Wiese
"Das Klima ändert sich – unsere Lösungen auch!"
Ruth Trinkler, Geschäftsführerin der Kleinregion March-Thaya-Auen

KLAR! March-Thaya-Auen

Die sieben Gemeinden der Region March-Thaya-Auen im nordöstlichen NÖ arbeiten seit 23 Jahren im Regionalverband March-Thaya-Auen zusammen. Ziel des Vereins ist es, wirtschaftliche Chancen zu nützen und gleichzeitig den wertvollen Natur- und Kulturraum als Grundlage für Lebensqualität und Naherholung zu erhalten. Durch ganzheitliche Regionalentwicklung wird in den Auen und Gemeinden sanfter Tourismus, besonders Naturtourismus, gefördert. Als Drehscheibe unterstützt und fördert der Regionalverband March-Thaya-Auen neben dem Tourismus viele andere Bereiche wie Kultur, Land- und Forstwirtschaft, Handel und Gewerbe - auch in grenzüberschreitender Hinsicht. Der Klimawandel hat bereits enorme Auswirkungen auf Gesellschaft, Umwelt und die Artenvielfalt. Die Kleinregion March-Thaya-Auen sieht das KLAR!–Programm als Möglichkeit, richtige und nachhaltige Klimawandel-Anpassungsmaßnahmen unter Einbindung aller Steakholder, insbesondere der Bereiche Landwirtschaft und Naturschutz, zu setzen.

Beteiligte Gemeinden
Hohenau an der March, Ringelsdorf-Niederabsdorf, Drösing, Jedenspeigen, Dürnkrut, Angern an der March
177.18 km²
11820 Einwohnerinnen und Einwohner
Ansprechperson
Maria Eichinger

Heutige Betroffenheit durch den Klimawandel

Die Auswirkungen des Klimawandels sind unter anderem durch Starkregenereignisse, Hochwasser, ausgedehnte Trockenperioden und zunehmende Hitzetage in der Region spürbar. Baumsterben, Austrocknung von Gewässern, Dürre, Bodenerosion, die Ausbreitung invasiver Gelsenarten, aussterbende Tier- und Pflanzenarten, neue tierische und pflanzliche Schädlinge und im Weinbau speziell Schäden durch Trockenheit, Unwetter, Spätfrost sind die Folgen. Ebenso steigt die gesundheitliche Belastung sowie der Beschattungsbedarf entlang von Radrouten und Wanderwegen und der Kühlbedarf in Gebäuden.

Konkrete Ziele der Region und erwartete Ergebnisse

Übergeordnetes Ziel der KLAR! March-Thaya-Auen ist es, wirtschaftliche und gesundheitliche Schäden und nachteilig veränderte Umweltbedingungen durch den Klimawandel zu minimieren, Chancen zu erkennen und rechtzeitig zu nutzen. 

Die Region March-Thaya-Auen wird siedlungsmäßig vielfältiger, dabei soll sie ihre Naturräume erhalten. Gebäude sollen den Anforderungen von Klimaschutz und Klimaerwärmung entsprechen. Orte müssen verstärkt für ein geeignetes Mikroklima sorgen und einen noch stärkeren Einsatz von Bäumen und Grünflächen verfolgen. Das Fahrrad wird forciert und mehr Attraktivität geboten. Ortschaften sollen stärker begrünt und die Flächenversiegelung minimiert werden. Die Beschattung auf Radrouten und an Wanderwegen soll ausreichend vorhanden sein. Trinkwasserbrunnen sollen zur Verfügung stehen. Die Bevölkerung ist über die Tragweite des Klimawandels informiert und ist bereit, Klimawandelanpassungsmaßnahmen zu setzen.

Vision im Hinblick auf Klimawandelanpassung

Das Ziel der Kleinregion wird in den kommenden Jahrzehnten die Beibehaltung ihres guten Lebensstandards sein, um weiterhin ein attraktiver Wohnstandort mit guter öffentlicher Anbindung unweit von Wien bleiben zu können. Das gelingt durch den Erhalt der Frei- und Grünräume der Region, wobei auch der Schutz des Bodens als wichtige Ressource angestrebt wird. Dadurch wird die drohende Hochwassergefahr durch die March und Thaya verringert und die Auswirkungen von Starkregenereignissen abgeschwächt. Wichtig ist, die laufende Sensibilisierung der Bevölkerung bezüglich der Folgen des Klimawandels und möglicher Anpassungsstrategien. 

Maßnahmen in Umsetzung

  • Erstellung eines Detailkonzepts
  • Workshops mit wichtigen Steakholdern
  • Breite Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Klimawandelanpassung
  • Pressekonferenz
  • Veranstaltung eines „Klimakabaretts – Der 8te Tag“ Eine (ER)SCHÖPFUNGS Geschichte mit Ressourcen-Flohmarkt von und mit Hans-Peter Arzberger
  • Vortragsreihe „Klimawandel und invasive Stechmücken-Arten: neue Gefahren und Herausforderungen“
  • Fotowettbewerb zum Thema Klimawandelanpassung
  • Setzen von Maßnahmen, um die Einwanderung neuer, möglicherweise invasiver Arten zu verhindern
  • Begrünung und Beschattung relevanter Plätze
  • Aufstellen von Trinkwasserbrunnen

(Stand Mai 2021)

Getreidefeld mit Windschutzgürtel
Flusslauf mit Bäumen